Geschichte

Ein Familienbetrieb in elfter Generation

 

Seit elf Generationen verarbeitet die Familie Welser Stahl. Die Wurzeln des Unternehmens finden wir bereits im Jahr 1664 im Ybbsitzer „Haus in der Au“, unweit dem heutigen Welser-Technologiezentrum.

Der Ursprung für die Welser Profile Austria GmbH war damals eine Pfannenschmiede. Ende des 1. Weltkrieges läutete die Errichtung einer Stanzerei und die Umstellung der traditionellen Wasserkraft auf Turbinenantrieb eine neue Ära für das Unternehmen ein. Ab 1960 wurde die Produktion von rollgeformten Profilen aufgenommen. Damit waren die Weichen für den Erfolg der Unternehmensgruppe Welser Profile gestellt.

Eine Zeitreise durch die Unternehmensgeschichte

Im Jahre 1290 wird das „Haus in der Au“, der heutige Sitz des Stammwerkes, erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1664 befindet sich dieses Anwesen in ununterbrochener Generationenfolge im Besitz der Familie Welser. Die Verarbeitung von Metall in einer Pfannenschmiede und später in einem Stanzbetrieb begründet die lange Tradition des Familienunternehmens.

Die Entwicklung zum internationalen Industriebetrieb beginnt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

1958

5 MitarbeiterInnen arbeiten bei Josef Welser.

1960

Es wird mit der Herstellung von rollgeformten Profilen begonnen. Die Profilproduktion entstand aus der Überlegung heraus, Schutzkanten für Betonschalungsplatten zu erzeugen. Statt diese auf Exzenterpressen in sieben Arbeitsgängen zu stanzen, zu biegen und zu lochen, wurde die Idee geboren, den Kantenschutzbelag auf Profilwalzmaschinen zu verformen.

1961

Das Unternehmen wird in eine offene Handelsgesellschaft (OHG) umgewandelt. KR Waltraud Welser und KR Josef Welser sind die geschäftsführenden Gesellschafter.

1962

Errichtung der ersten Produktionshalle in Ybbsitz.

1964

300-Jahr-Feier des Familienunternehmens Welser.

Der Verbrauch an Vormaterial liegt noch knapp unter 2.000 t/Jahr. Daraus werden ca. 2 Mio. Laufmeter Profile erzeugt, etwa 2/3 davon gehen ins Ausland.

1966

Es erfolgen die ersten Hallenerweiterungen. Ein eigener Bereich für den Werkzeug- und Vorrichtungsbau wird geschaffen. Sämtliche für die Produktion benötigten Werkzeuge und Vorrichtungen werden ab nun im eigenen Betrieb konstruiert und hergestellt.

1969

Der Verbrauch von Vormaterial erreicht bereits 6.000 t/Jahr. Die Länge der damit erzeugten Profile liegt schon bei ca. 5,5 Millionen Laufmeter.

1970

Ein neues Bürogebäude mit Konstruktionsräumen entsteht. Zu diesem Zeitpunkt erzeugt das Unternehmen bereits 1.200 verschiedene Profilquerschnitte. Im Unternehmen hat das EDV-Zeitalter Einzug gehalten. Die Finanzbuchhaltung, die Lohnverrechnung und die Materialverwaltung sind die ersten Stationen, wo man sich der elektronischen Unterstützung bedient.

1971

Anstelle des jahrhundertalten Firmenzeichens (ein Schlüssel) wird ein modernes Firmenlogo eingeführt. Es symbolisiert das kontinuierliche Rollformen, bei dem Bandmaterial durch Rollen zu Profilen geformt wird.

1972

In Gresten wird ein weiterer Standort des Unternehmens gegründet und eine Produktionshalle errichtet. Damit ist für den alten Eisenmarkt Gresten der Wiedereinstieg in die Eisenindustrie gelungen.

1974

Die Menge des verarbeiteten Materials wächst in diesem Jahr auf ca. 14.000 Tonnen. Verarbeitet entspricht dies mehr als 11 Millionen Laufmeter Profile.

1975

Gründung der ersten Vertriebsniederlassung in der Schweiz. In weiterer Folge werden nachstehende Vertriebsniederlassungen gegründet und die Internationalisierung des Unternehmens damit eingeleitet:

  • 1978 in der Bundesrepublik Deutschland
  • 1978 in Schweden
  • 1986 in den Niederlanden
  • 1987 in Frankreich
  • 1988 in Italien
  • 1990 in Spanien 
  • 1993 in England
  • 1994 in Ungarn
  • 2003 in Polen
  • 2005 in Tschechien

1980

Auch die Expansion in Österreich schreitet voran: In Gresten entstehen zwei weitere Produktionshallen. Neben offenen Profilen mit komplexen Querschnitten werden in diesem Jahr auch erstmals geschweißte Profilrohre ins Produktprogramm aufgenommen.

1985

Durch den Bau von drei weiteren Produktionshallen werden bereits 41.000 t/Jahr Vormaterial verarbeitet, aus dem mehr als 24 Millionen Laufmeter Profile erzeugt werden.

Für die Betreuung der Kunden im Großraum Wien wird im Zentrum von Wien ein Büro eingerichtet.

1986

Das Werk Gresten erhält einen Bahnanschluss. Seither wird das notwendige Vormaterial fast ausschließlich umweltfreundlich per Bahn angeliefert. Damit sind 2.500 LKW-Züge weniger auf den Straßen.

1992

In Gresten werden weitere vier Produktionshallen errichtet. Das Betriebsareal (Ybbsitz und Gresten) hat nun zusammen eine Grundstücksfläche von ca. 95.000 m2, wobei die verbaute Fläche für beide Standorte ca. 39.000 m2 beträgt.

1995

Auf insgesamt 22 Hochleistungsprofilwalzstraßen sind bisher rund 9.500 verschiedene Profilquerschnitte produziert worden, die praktisch in jeder wesentlichen Branche Anwendung finden. Im Unternehmen sind mittlerweile 670 MitarbeiterInnen beschäftigt, die derzeit jährlich 140.000 Tonnen Stahl verarbeiten.

1997

Mit dem 25-jährigen Firmenjubiläum im Werk Gresten erfolgt der Spatenstich für die größte Betriebserweiterung in der bisherigen Firmengeschichte. Mit einem Investitionsvolumen von über 36 Mio. Euro entstehen vier neue Werkshallen. 

Das Betriebsareal beider Werke hat nun eine Gesamtfläche von 153.000 m2, wobei ca. 57.000 m2 davon verbaut sind.

1998

Nach sehr kurzer Bauzeit wird im Herbst die Leistungsfähigkeit der Erlauftalbahn (von Schmalspur auf Normalspur umgespurt) erhöht und in Betrieb genommen. Diese Investition bringt innerbetrieblich eine Neuorganisation der gesamten Logistik und betont neuerlich die umweltpolitische Ausrichtung des Unternehmens. 

1999

Ende 1999 wird aus der OHG eine AG – 100 % Privatbesitz (Josef und Waltraud Welser). Als Vorstände wurden KR Ing. Wolfgang Welser und Ing. Helmut Welser bestellt.

In Deutschland werden zwei Betriebe, das Kaltprofilwerk der Hoesch Hohenlimburg GmbH in Hagen-Kabel und die RP Technik in Wickede mit seiner Tochter RP PURAL GmbH Riedstadt, übernommen.

2000

Deutschland: Durch die neu geschaffene Betriebsfläche von 47.000 m2 bietet die Welser Profile GmbH in Deutschland nun dieselben Produktionsmöglichkeiten wie die Welser Profile AG in Österreich. Die Investition in der Höhe von ca. 72 Mio. Euro brachte die Nähe zur Produktion sowie eindeutig logistische Vorteile für unsere Kunden aus dem nord- und westeuropäischen Raum.

Schweiz: 25 Jahre Welser AG.

2002

Zu Jahresbeginn wird ein Bürogebäude in Gresten mit 744 m2 fertiggestellt.

2003

Am 1. Mai wurde die 10. Verkaufsniederlassung in Polen gegründet.

November: Erfolgreiche Erneuerung des Zertifikates nach der prozessorientierten Managementsystemnorm ISO 9001:2000 durch die ÖQS.

Die MitarbeiterInnenanzahl ist auf ca. 1.500 angewachsen – davon ca. 910 MitarbeiterInnen in Österreich, ca. 530 in Deutschland und ca. 60 weitere MitarbeiterInnen am Logistikstandort Schweiz sowie in den anderen neun Vertriebsniederlassungen Europa.

2004

Start des kontinuierlichen Prozesses einer umfassenden Unternehmensentwicklung in Richtung „Welser 2014“ (350 Jahre Welser, ohne Unterbrechung in 11. Generation als Familienunternehmen am Standort Ybbsitz).

2005

Am 8. Juni verstirbt der Gründer und Firmenmitinhaber der Welser OHG und später Welser Profile AG KR Josef Welser im 82. Lebensjahr.

Gründung der Vertriebsniederlassung in Prag.

Aufnahme der Welser Beteiligungs GmbH Deutschland und der RP Technik GmbH in den Umfang der Matrixzertifizierung.

Errichtung des Vordaches Halle 5-7 (1.320 m2) im Werk Gresten.

2006

Vom 11. bis 13. Dezember 2006 wird unser Unternehmen an den Standorten Österreich und Deutschland nach OHSAS 18001 auditiert (Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem) und erfolgreich durch die AUVA zertifiziert.

Der Verkauf verstärkt seinen Einsatz in den osteuropäischen Ländern und in Russland. 

Das Logistikzentrum in Horn (Schweiz) wird um Halle 3 und 4 erweitert.

 

2007

In Bönen erfolgt der Startschuss für die Erweiterung. Auf einer Gesamtfläche von 87.570 m2 sollen neun zusätzliche Produktionshallen und ein Büro-Sozialgebäude errichtet werden. Das Gesamtprojekt wird in zwei Bauabschnitten realisiert.

Aus Umweltschutzgründen errichtet man in Gresten die Containerüberdachung bei Halle 5 im Ausmaß von 580 m2. Es entstehen weiters die Vordächer bei Halle 1-2 (1.360 m2) sowie bei Halle 12-15 (2.900 m2).

2008

Um die Ökobilanz zu verbessern, wird ein Umweltmanagementsystem in das bestehende Managementsystem integriert. Im November erfolgt das Zertifizierungsaudit in Österreich sowie Deutschland nach ISO 14001:2004 durch die „Quality Austria“.

Der Standort Gresten wird mit dem Bau der Halle 5b um zusätzliche 1.790 m2 erweitert.

2009

Im April wird die neue Halle der RP Technik in Betrieb genommen.

Die Produktionshallen 3 und 4 des Werkes Gresten werden verlängert (3.140 m2).

Die globale Wirtschaftskrise führt auch in der Unternehmensgruppe Welser Profile zu Umsatzeinbußen. Das Unternehmen nützt die Krise als Chance für Verbesserungsmaßnahmen und Weiterbildungsaktivitäten.

2010

Um die Nachhaltigkeit des Familienunternehmens zu sichern, wird die Unternehmensgruppe am 11. Oktober 2010 neu strukturiert: 

Die Welser Profile AG in Ybbsitz (Österreich) wird in die Welser Profile Austria GmbH umgewandelt. Die Welser Profile GmbH in Bönen (Deutschland) wird als Welser Profile Deutschland GmbH im Handelsregister eingetragen.

2011

Am 1. Jänner 2011 wird die Unternehmensgruppe in die "Josef und Waltraud Welser Privatstiftung" eingebracht.

2012

Am Standort Ybbsitz wird ein neues Büro- und Sozialgebäude mit Photovoltaikanlage errichtet.

Am Standort Gresten werden die Hallen 7A und 7B mit Sozialtrakt gebaut, das Kühlgebäude für die Kühlung der Hallen 1–4 realisiert sowie der Haupt-Fernwärmeanschluss für die Beheizung der Hallen 1–16 errichtet. 

Aufgrund des stetigen Wachstums wird der Produktionsstandort Bönen weiter ausgebaut: Die Hallen 17 und 18 werden verlängert, Halle 19 wird neu errichtet.

In der Türkei (Istanbul) wird eine Verkaufsniederlassung gegründet.

2013

Ab September laufen Kundenaufträge über die neu gegründete Vertriebsgesellschaft „Welser Profile GmbH“. 

In Russland (Moskau) wird ein Verkaufsbüro gegründet.

Die Vielfalt von bislang 20.000 verschiedenen Profilquerschnitten ist der messbare Beweis für die Leistungsstärke des Unternehmens.

2014

Das Jubiläum „350 Jahre Welser“ gibt Anlass für ein großes Fest mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Wegbegleitern.

Der Standort Gresten wird vergrößert – die Hallen 5–7 werden um 3.807 m2 erweitert.

2015

Ein wichtiger Meilenstein zum Ausbau der Qualitätsführerschaft ist die Einführung des Automotive-Standards nach ISO/TS 16949.

Die Welser AG in der Schweiz feiert im Beisein langjähriger Kunden ihr 40-jähriges Bestandsjubiläum.

2016

Mit der Errichtung einer Logistikhalle außerhalb des Werksgeländes wird in Gresten Lagerplatz geschaffen und der Verkehr innerhalb des Geländes deutlich verringert. Just-in-Time-Lieferungen können so bequem erledigt werden.

2017

Die Gründung unserer Verkaufsniederlassung in Chicago im Jänner 2017 ist der erste wichtige Schritt für die Expansion der Welser Profile Unternehmensgruppe nach Amerika.

2018

Welser Profile setzt den 2. Schritt in Richtung Amerika und erwirbt den US-Spezialprofilehersteller Superior Roll Forming.

Ziel ist die optimale Versorgungssicherheit am amerikanischen Kontinent sowie eine Erhöhung der Servicequalität.

2019

Welser Profile eröffnet am Standort Gresten ein modernes Ausbildungszentrum und bietet damit noch mehr Jugendlichen die Möglichkeit für eine Lehre im Metallerbereich. 

Für die kontinuierliche Verbesserung unserer Mitarbeiterzufriedenheit werden wir am 17. September von EUCUSA Consulting mit dem „Award für exzellente Mitarbeiterorientierung“ ausgezeichnet.

2020

Auf dem Dach der Welser AG in Horn entsteht mit 7.000 mFläche eine der größten Photovoltaikanlagen der Ostschweiz.

Am Standort Gresten wird eine neue Anlagentechnikhalle inkl. Büro und Hochregallager errichtet.