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Die duale Ausbildung zum/zur Infotroniker/in

Fragen & Antworten

Die duale Ausbildung zum/zur Infotroniker/in verbindet fundiertes technisches Know-how mit zukunftsorientierten digitalen Kompetenzen. 

Hubert Eßletzbichler gibt in diesem Interview spannende Einblicke in die Kombination aus Elektrotechnik, Anlagen- und Betriebstechnik sowie dem Studiengang Smart Engineering an der USTP (University of Applied Sciences St. Pölten). Er erklärt, wie Theorie und Praxis ineinandergreifen, welche Chancen diese Ausbildungsform eröffnet und warum sie für die Industrie von morgen entscheidend ist.

  • Warum hast du dich nach deinem ersten Beruf für die duale Ausbildung zum Infotroniker entschieden?
    Nach meinem ersten Beruf wollte ich mich weiterentwickeln und etwas Neues lernen. Die Kombination aus Lehre und Studium hat mich sofort angesprochen, weil man Theorie und Praxis direkt miteinander verbinden kann.

  • Wie sah deine Woche konkret aus – Arbeit im Betrieb vs. Tage an der USTP?
    Von Montag bis Donnerstag war ich im Betrieb. Freitagnachmittag und Samstag besuchte ich Lehrveranstaltungen an der USTP.

  • Was macht man als Infotroniker bei Welser Profile wirklich – in drei Sätzen?
    Das ist unterschiedlich. Ich bin derzeit in zwei Abteilungen tätig: in der IT und in der Datenanalyse & Sensorik. In der IT kümmere ich mich um die Aufzeichnung und Aufbereitung von Maschinendaten. In der Datenanalyse & Sensorik arbeite ich an industrieller Bildverarbeitung und bin in die Entwicklung neuer Messsysteme eingebunden.
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  • Welche Technologien spielten in deiner Ausbildung die größte Rolle – Digitalisierung, Industrie 4.0, KI?
    Ich würde alle drei Bereiche als zentral für meine Ausbildung sehen. Digitalisierung und Industrie 4.0 waren vor allem im Zusammenhang mit Maschinendaten und vernetzten Systemen ein großes Thema. KI, insbesondere LLMs - also Large Language Models (wie CoPilot), hat in den letzten Jahren zusätzlich stark an Bedeutung gewonnen und spielt vor allem in der Datenanalyse und Automatisierung eine immer größere Rolle.

  • Was war dein „Aha‑Moment“, als USTP‑Wissen direkt im Betrieb geholfen hat?
    Das war schon bei meinem ersten Uni-Projekt im Unternehmen. Dabei konnte ich den theoretischen Input aus dem Unterrichtsfach Prozessmanagement direkt in der Praxis anwenden.

  • Wie wirst du im Unternehmen begleitet?
    Während der Ausbildung konnte ich mich bei Fragen oder Unklarheiten jederzeit an einen zugeteilten Ausbildner wenden. Da ich bereits vor Abschluss der Ausbildung in meiner jetzigen Abteilung tätig war, kannte ich mein Team schon gut und wurde von Anfang an sehr gut unterstützt.

  • Verdient man während der Ausbildung Geld und wie läuft die Anstellung?
    Ja, man verdient während der Ausbildung Geld. Ich war von Beginn an Vollzeit als Lehrling angestellt und habe eine entsprechende Lehrlingsentschädigung erhalten. Da ich bereits mehrere Jahre berufstätig war, hatte ich zusätzlich Anspruch auf ein sogenanntes Selbsterhalterstipendium. Für die Zeiten im Unterricht wurde ich entsprechend freigestellt.

  • Wie hast du dich in Prüfungsphasen organisiert – klappt das mit Schicht/Arbeitszeiten?
    Ein gutes Zeitmanagement ist hier natürlich von Vorteil. Vor Prüfungen habe ich immer große Unterstützung von meiner Abteilung erhalten. Falls es mit dem Lernen doch einmal knapp wurde, war auch ein kurzfristiger Urlaub möglich.

  • Wie lange dauert der Weg bis zum Abschluss – und welcher Abschluss ist es?
    Das Studium dauert grundsätzlich sechs Semester und schließt mit dem Bachelor of Science in Engineering (BSc) ab. Alternativ gibt es auch eine Siebensemestervariante, bei der die Bachelorarbeit zu einem späteren Zeitpunkt abgegeben werden kann.

  • Was war bisher die größte Herausforderung – und dein Tipp, um dranzubleiben?
    Eine der größten Herausforderungen ist die Selbstorganisation. Um Arbeit, Studium und Privatleben unter einen Hut zu bringen, braucht es Disziplin. 
    Mein Tipp: möglichst die ersten Prüfungstermine wahrnehmen, um gar nicht erst in Zeitdruck zu kommen und kontinuierlich dranzubleiben.

  • Welche Soft Skills haben dir am meisten geholfen (Teamarbeit, Kommunikation, Selbstorganisation)?
    Wie bereits erwähnt, ist Selbstorganisation einer der wichtigsten Skills. Ebenso wichtig ist die Teamarbeit mit Studienkollegen, vor allem in Fächern, die einem vielleicht schwerer fallen.

  • Warum würdest du diese Kombination aus Lehre & Studium weiterempfehlen – in einem Satz?
    Ich sehe einen großen Nutzen, um Theorie und Praxis optimal verbinden zu können und ich konnte das Gelernte aus dem Studium mehr als einmal direkt im Unternehmen anwenden.